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Die Story vom Ti-Clip

Ich reflektierte eines abends meine Leistungen beim Felsklettern vom selbigen Tag. Natürlich gibt es immer viel zu verbessern an Technik, Mut und Kraft, aber ich stellte mir auch die Frage: „Was hat mich heute gestört und gibt es dafür eine Lösung?“
Da erinnerte ich mich an oft wiederkehrende Situationen, wo ich die etwas weit entfernte Expressschlinge clippen wollte (überstrecktes Einhängen), aber das Seil auf Grund der ungünstigen Entfernung zum Haken nachgefasst werden musste. Für ein weiteres Hochklettern im Sinne eines lehrbuchreifen Clippen auf Hüfthöhe war ich nicht bereit, da ich mir über den weiteren Kletterverlauf zu unsicher war. Und so klemmte ich  mir, wie wahrscheinlich auch viele andere in ähnlichen Situationen, das leicht verschmutzte Seil zwischen die Zähne, um die Seilschlaufe zum Clippen zu verlängern. Dabei stand ich zudem auf sehr kleinen Tritten und hatte nur einen schlechten Side-Griff zum Halten. Ich war sehr froh, als der Vorgang gut geklappt hat und die Sicherung eingehängt war. Ich habe das Seil in diesem Moment ungern in den Mund genommen und wollte auf keinen Fall so stürzen, da ich mir über die unschönen Folgen bewusst war. So dachte ich, dass es für diese Problemstellung eine bessere Lösung geben müsse. Von da an überlegte, konstruierte und testete ich verschiedenste Ideen bis schlussendlich die perfekte Lösung – der Ti-Clip – entstand.

Sonnige Grüße und viel Spaß und Erfolg auf euren Touren!

Andreas